Energieausweispflicht

Die Allianz Versicherung informiert:
Eigentümer älterer Wohngebäude müssen von Juli 2008 an bei Verkauf und Vermietung einen Energieausweis vorweisen, ab 2009 gilt dies für alle. Der Ausweis sagt, wie hoch der Energieverbrauch pro Quadratmeter ist, zeigt die Schwachstellen auf und gibt Hinweise zur effizienten Senkung des Energieverbrauchs. Ausweispflicht kommt in drei Stufen

 

  • Juli 2008: für Wohngebäude Baujahr 1965 und älter

  • Januar 2009: für Wohngebäude ab 1966 und jünger

  • Juli 2009: für Nichtwohngebäude

 

Unterschied zwischen verbrauchs- und bedarfsorientiertem Ausweis

Der verbrauchsorientierte Ausweis dokumentiert den reinen Energieverbrauch der derzeitigen Bewohner und kostet rund 40 Euro. Der bedarfsorientierte Ausweis dagegen liefert Daten über den Zustand des Gebäudes, den Öl- bzw. Gasverbrauch und die Wärmedämmung. Zudem enthält er konkrete Empfehlungen für energetische Sanierungsmaßnahmen. Er kostet 150 bis 400 Euro. Jeder Energieausweis wird von einem Sachverständigen ausgestellt.

 

Wer braucht welchen Ausweis?

Bei Bestandsgebäuden können Eigentümer grundsätzlich für eine Übergangszeit bis 01.10.2008 zwischen verbrauchs- und bedarfsorientiertem Ausweis wählen. Danach ist für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1978 errichtet und bei denen keine energetischen Sanierungen durchgeführt wurden, der bedarfsorientierte Ausweis Pflicht. Das Gleiche gilt bei Neubauten und bei umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen.

Tipp: Bedarfsorientierten Energieausweis wählen
Der bedarfsorientierte Energieausweis ist teurer als der verbrauchsorientierte, doch die Investition lohnt sich, denn nur er gibt konkrete Hinweise auf den Gebäudezustand und zeigt energiesparende Maßnahmen auf. Das sind wichtige Informationen angesichts drastisch steigender Heizkosten und anstehender Gesetze, die künftig den Energieverbrauch vorschreiben.